Wurm-Futter aus der Gefriertruhe

Wurmfutter in Beutel gesammelt

Diesmal hatte ich das für die Kompostwürmer gesammelte Futter eingefroren. Zur Fütterung habe ich das gefrorene Futter direkt in die Mitte Wurmkiste gelegt. Die Oberfläche der Kiste wurde komplett mit geshreddertem braunen Verpackungspapier und geshredderter Kartonage bedeckt.
Der Vorteil des Einfrierens ist der, dass mit dem Auftauen des Gemüses die Zellen durch Scherkräfte der entstehenden Eiskristalle und Perforation zerstört werden und dadurch schneller zerfällt. Somit kann es auch von den Bakterien viel schneller verarbeitet und von den Würmer schneller aufschlürft werden.

Ich habe in den letzten Tagen unzählige Baby-Würmer in der Jutte-Matte entdeckt. 🙂

Update: 25.12.2020: Die Jutte-Matte habe ich testweise aus der Kiste herausgenommen, da ich immer wieder einige tote Würmer auf der Oberfläche finde (Proteinvergiftung ?). Sollte die Matte die Ursache sein (weil eventuell chemisch vorbehandelt) sollte sich die Anzahl der toten Würmer hoffentlich bald reduzieren.

3 Wochen Wurmkiste

Nachdem einige Würmer eine Proteinvergiftung aufwiesen und daran starben, aber auch weil der Kohl, den ich am Anfang großflächig gefüttert habe sich bis dato immer noch nicht aufgelöst bzw. auch nur irgendwie verändert hat, habe ich ihn gestern wieder aus der Kiste genommen. Ob der Kohl für das Ableben einzelner Kompostwürmer verantwortlich war, kann ich nicht sagen. Alle paar Tage habe ich einen toten oder verkümmerten Wurm auf der Oberfläche gefunden. Nachdem ich die ganze Kiste vom Kohl gesäubert habe konnte ich fast jeden cm3 inspizieren. In den Ecken hielten sich die meisten Würmer auf. In der Mitte der Kiste habe ich einige fadendünne Babywürmer entdeckt. Vereinzelt sah ich Kokons.

Das pürierte Futter von letzter Woche ist komplett weg. Auch ist die Menge des geschredderte Substrats, dass ich auf der Oberfläche verteilt hatte um einiges geschrumpft.

Heute habe ich wieder gefüttert:

  • Gemisch aus gemahlenen Kafffeesud, Teebeutelinhalt und zermahlene Eierschalen
  • Küchenabfälle von 5 Tagen (hauptsächlich Apfelreste, Birnenreste, Paprikareste, Bananenschalen aber auch andere biologische Restln)
  • Urgesteinsmehl über die gesamte Fläche gestreuselt

Das Futter wurde in die Kistenmitte gelegt, der Kaffeesud liegt in einer Ecke und die Zeitungspapierschnipsel (Substrat) bedecken die ganze Oberfläche.

Hier findet sich ein guter Artikel, was man tun sollte falls sich die Kompostwürmer eine Proteinvergiftung (string-of-pearls) zugezogen haben:


Hier findet ihr von eine gute Info-Grafik von thesquirmfirm.com, was ihr euren Würmern füttern dürft, und was nicht:

thesquirmfirm.com

Fütterung der Kompostwürmer

Heute zum Nikolo bekamen unsere Alpenwurm-Kompostwürmer einen spezielles Nikolo-Menü. Die Gemüsereste, die ich letzte Woche in einem Gefrierbeutel gesammelt und im Gefrierschrank aufbewahrt habe, wurden mit etwas Wasser zu einem Brei püriert. Am Ende waren das etwa 500 Gramm Nahrungsbrei für die Kompostwürmer, den ich wieder in die Mitte der Box geleert habe. Rund herum wurde mit geshreddertem Zeitungspapier aufgefüllt. In der alteingesessenen Kaffee-Ecke (am Foto unten links) habe ich wieder einen Mix aus Kaffeesud und zermahlenen Eierschalen aufgelegt.

Die Eierschalen habe ich so wie letzte Woche in meiner Cloer Kaffeemühle zu feinem Sand zermahlen. Die Mühle kann ich wirklich empfehlen. Über die ganze Fläche der Box habe ich dann wie üblich Urgesteinsmehl und Mineral-Mix gestreut.

Ich bin sehr gespannt wie die pürierten Essensreste angenommen werden und ob der Verarbeitungsprozess dadurch schneller abläuft.

Hier findet ihr von eine gute Info-Grafik von thesquirmfirm.com, was ihr euren Würmern füttern dürft, und was nicht:

thesquirmfirm.com

Noch mehr Wurmbabys

Wurmbaby Wurmbaby Wurmbaby

Heute habe ich wieder ein paar weitere Wurmbabies entdeckt. Damit man mal sehen kann, wie klein die Babywürmer sind – ein Vergleich zu meinem Daumen. Die Alpenwurm-Kompostwürmer haben sich im letzten Monat wirklich prächtig entwickelt, sie sind gesund und sehen sehr gut genährt aus. Und das wichtigste: sie beginnen sich zu vermehren! It’s nice.

Lieblingsaufenthaltsorte der Würmer:
Ich habe festgestellt, dass die Ecke in die ich den Kaffeesatz gegeben habe, ein beliebter Aufenthaltsort der Würmer ist. Generell halten sich die Würmer und allem voran die Babys sehr gerne in den Ecken auf.

Fütterung:
Ich habe vorgesehen in Wochenabständen zu füttern. Das Futter, dass ich ihnen letzten Sonntag (vor 4 Tagen) geben habe ist bereits zum Teil verschwunden. Die nächste Fütterung erfolgt dann in 3 Tagen. Dafür habe ich bereits fleißig Küchenabfälle in einem Zip-Beutel gesammelt, den ich im Kühlschrank verwahre.

 

Futter- und Substratverteilung für Kompostwürmer


Bezüglich Futter- und Substratverteilung für meine Kompostwürmer halte ich mich an folgende Strategie:

  • 1x pro Woche Fütterung von 2/3 Teilen Gemüse- und Obstresten (in der Mitte der Box)
  • um die Fütterungsstelle wird 1/3 Teile geshreddertes Zeitungspapier verteilt
  • in einer Ecke befindet sich eine Mischung aus Kaffeesud und zermahlenen Eierschalen
  • ein wenig Urgesteinsmehl über die gesamte Fläche verteilt

Die Eierschalen konnte ich sehr fein zermahlen, annähernd zu pulverisiertem Kalkpulver. Dafür verwende ich meine Cloer 7580 Kaffee-und Gewürzmühle. Die ist wirklich spitze und nur zu empfehlen. Ich zermahle damit auch meine Chilis 🌶.

Die ersten Wurmbabys

Wurmbaby

Heute habe ich das erste Alpenwurm-Wurmbaby entdeckt. Es hatte sich unter dem Futter in der Mitte der Box aufgehalten. Gefüttert wird nun immer in der Mitte der Box. Rundherum lege ich geshreddertes Zeitungspapier (Substrat) aus.

Wurmbaby

Würmer vermehren sich gerne wenn folgende Parameter passen:

  • Temperatur: 15-25°C
  • pH-Wert: 6-8
  • Futter: 1/3 Substrat (Kartonage, Papierschnipsel) , 2/3 organisches Material