Auf ein neues …

In diesem Beitrag habe ich von unserem Meisen-Nachwuchs berichtet. Leider war das Meisennest ein paar Tage später ausgeräumt und leer. Irgendein Räuber hat sich die 5 jungen Vögelchen geschnappt. Womöglich der Marder. 😦

Einige Zeit blieb unser DIY-Niskasten leer, doch seit ein paar Tagen sitzt Frau Meise wieder in ihrem Nest und brütet. Ich hoffe dass es diesmal klappt und die Jungen das Fliegen lernen …

Frau Meise

Die Meisen 🐦 haben Nachwuchs

Zusammen mit meinen beiden Jüngsten 💕 haben wir im Juli einen Nistkasten für unsere Singvögel gebastelt. Ein dreiviertel Jahr hing der Nistkasten nun unbenutzt an einer alten Tuje. Ab und zu war ein wenig Vogelkacke im Kasten zu finden.

Anfang April hat es sich nun eine Kohlmeisen Familie im Nistkasten gemütlich gemacht und Junge bekommen. Ich freue mich total, da ich mir nicht sicher war, ob überhaupt irgendein Vogelpaar den Nistkasten annehmen würde. Am 16.04 habe ich einen kurzen Blick in das Kästchen riskiert und ein paar hungrige (ich glaube es sind insgesamt fünf) Baby-Piepmätze entdeckt. Die sind ja sooo süß. 🙂

Der Meisen Papa fliegt rührig herum, um Würmer und Maden für die Kleinen zu suchen. Zwischendurch bewacht er brav den Nistkasten (siehe Fotos).

Nistkasten Bauanleitung: Ein Nistkästchen für unsere Meisen 🐦

Dekoratives Vogelhäuschen

Ich hoffe das Flugloch ist nicht zu groß für die Piepmätze.

Ein Nistkästchen für unsere Meisen 🐦

Wir hatten noch keinen – also musste einer her. Die Sprache ist von einem Nistkasten für Vögel. Irgendwo sollen doch die kleinen Piepmatze geschützt aufwachsen können. Stehen natürliche Höhlungen in der ausgeräumten Landschaft nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung, kann man einigen Höhlenbrüter-Arten durch das Aufhängen von Nistkästen eine geeignete Nistmöglichkeit bieten.

Gemeinsam mit meinen beiden Jüngsten ❤ die mir tatkräftig beim Bauen geholfen hat, hatten wir in Kürze die Teile aus einer Holzplatte (vom Baumarkt) herausgeschnitten (Kostenpunkt für die Holzplatte 5 Euro). Vorgegangen sind wir gemäß der Bauanleitung von bund-rvso.de.

Das Holz wurde auf der Innenseite mit einer Raspel aufgeraut, damit die jungen Baby-Vögel besser zum Flugloch klettern können. Die Holzteile haben wir verschraubt. Vorbohren mit einem dünnen 2mm Bohrer empfiehlt sich vor dem Verschrauben – sonst springt möglicherweise das Holz. Außen haben wir den Nistkasten wider Empfehlung zwei Mal lackiert und ein kleines Holzteil zum Landen angebracht. Aufs Dach wurde noch eine Dachpappe genagelt, um das Häuschen widerstandsfähiger gegen Regen zu machen.

Durch unterschiedliche Lochgrößen im Nistkasten kann man die Vogelarten bestimmen, die dort brüten sollen. So bevorzugen die meisten Meisenarten ein Einflugloch mit einem ungefähren Durchmesser von 2,6 – 2,8 cm (Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise). Für die Kohlmeise und den Kleiber darf es schon etwas größer sein (3,2 cm). Wir haben uns für 3,2 cm entschieden – einen anderen Fräser hatte ich nicht daheim. 😉

Den Kasten haben wir ca. 3-4 m über dem Boden aufgehängt. Es ist grundsätzlich darauf zu achten, dass er schwer für Katzen und Marder erreichbar ist und auf der wetterabgewandten Seite befestigt wird. Das Einflugsloch des Nistkasten muss immer nach Norden oder Süden ausgerichtet sein. Der Kasten sollte bis spätestens Mitte März hängen, um bezogen zu werden.

Hier ein nettes Meisen-Video: 70 Tage im Meisenkasten

Folgende umfassende Anleitung vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung kann ich euch empfehlen: Nisthilfen – Anleitung zum Selbermachen

Wer einmal einen Nistkasten gebaut und aufgehängt hat und wer Vögel und Natur beobachtet, wird langfristig auch erkennen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, kleiner Schritt ist, denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in Gärten, Wälder, Städte und Dörfer zurückgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur- und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt. Gerade Gartenfreunde können einiges zum Vogelschutz beitragen. Naturnahe Brutstätten finden Höhlenbrüter überall dort, wo es im Garten ein wenig „unordentlich“ ist. Alte, morsche Bäume, abgestorbene Äste, Hecken, „Wildnisecken“ und der Verzicht auf Gift gehören bei einem lebendigen, naturnahen Garten dazu.

Für 12 Euro bekommen Sie beim BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein den hier abgebildeten Nistkastenbausatz, der in einer lokalen Werkstatt für Menschen mit Behinderung gebaut wurde.